Tierhilfe Griechenland - Spanien - Türkei e.V.
              Zum Nachdenken

 

Zum Nachdenken über "Fleischkonsum"     

---------------------------------------------------------------------------------------------

 

Liebes Frauchen, liebes Herrchen,

ich bin heute gestorben. Ihr wolltet mich nicht mehr und habt mich in ein Tierheim gebracht.
Es war total überfüllt und ich habe ein schlechtes Los gezogen.
Ich bin jetzt in einem schwarzen Plastiksack. Ein anderer Hund wird meine kaum benutzte Leine bekommen, die ihr zurückgelassen habt. Mein Halsband war dreckig und zu klein aber die Frau hat es mir heruntergenommen bevor sie mich zur Regenbogenbrücke geschickt hat.
Wäre ich noch zu  Hause, wenn ich nicht auf euren Schuhen herumgekaut hätte? Ich wusste nicht, dass es verboten war, sie lagen auf dem Fußboden und ich habe damit gespielt. Ihr habt vergessen Welpenspielzeug zu kaufen.
Wäre ich immer noch zuhause,
 wenn ich stubenrein gewesen wäre? Meine Nase in das, was ich gemacht habe, zu tunken, machte mir nur ein schlechtes Gewissen, wann immer ich mich lösen musste.
Es gibt Bücher und Ausbildner die euch erklärt hätten, wie ihr mir beibringt, zur Tür zu gehen, um euch zu zeigen, dass ich ein Bedürfnis habe.
Wäre ich immer noch zuhause, wenn ich keine Flöhe in euer Heim gebracht hätte? Ohne Antiflohbehandlung konnte ich sie nicht loswerden, auch wenn ihr mich für Tage allein im Hof gelassen habt.
Wäre ich noch zuhause, wenn ich nicht gebellt hätte? Ich habe doch nur gesagt:

 "ich habe Angst, ich bin einsam, ich bin hier und möchte euer Freund sein.“
Wäre ich noch zuhause, wenn ich euch glücklich gemacht hätte? Mich zu schlagen hat es mir nicht beigebracht. Wäre ich noch zuhause, wenn ihr euch Zeit genommen hättet, euch um mich zu kümmern und mir Manieren beizubringen? Ihr habt mir nach kurzer Zeit keine Beachtung mehr geschenkt. Ich habe alle die Zeit damit verbracht, auf eure Liebe zu warten. Ich bin heute gestorben. Ich habe bis zuletzt auf eure Rückkehr gehofft – vergebens. Ihr sollt wissen, dass ich mich an euch erinnere, denn ich hatte euch lieb!

 

 

 

"Gedanken zum Fleischkonsum"

 Trotz Schweinepest und BSE
frisst der Mensch wie eh und je
weiter seine Mitgeschöpfe,
wirft sich Leichen in die Töpfe,
liebt sein Gulasch und den Braten,
hat gern Pute in Salaten,
stellt auch gerne einmal Fisch
oder Muscheln auf den Tisch,
genießt das alles unverdrossen
trotz dem Blute, das vergossen.
 

Auch an hohen Feiertagen
hört er nicht der Tiere Klagen.
Jedes Mitleid man vermisst,
wenn er Schafes Kinder frisst,
gut gebraten aufgetragen
zur Feier an den Ostertagen.
Nicht einmal zur Weihnachtszeit
macht sich Mitleid bei ihm breit,
denn zu Weihnachten gehöre
auch die Gans in seine Röhre,
und so geht's jahrein, jahraus
weiter mit dem Leichenschmaus.
 

Doch, oh Mensch, Dir sei geraten:
Achte wohl auf Deine Taten!
Halte ein in Deinem Tun,
lass das Kalb beim Rinde ruh’n,
nimm die Ferkel nicht dem Schwein,
lass auch Tiere Mütter sein!
Hör’ endlich auf mit Blutvergießen,
nur um Leichen zu genießen!
Dein Gesetz soll schwache schützen,
lass es auch den Tieren nützen!
Sieh’, der Menschheit größte Schand’
beginnt an Deinem Tellerrand.